Von verschiedenen Fans wurde ich gebeten, mehr von München zu berichten. Das tue ich hiermit: Es hat viel geschneit und meine Schwester erzählte eine wirre Geschichte, dass sich ein Mann von der San Francisco Bay Bridge in den Tod stürzen wollte, stattdessen jedoch auf einem Seelöwen landete, der ihn ans rettende Ufer rettete und heute tingelt er, also der Mann, von Schule zu Schule und hält Vorträge gegen Suizid. Während sie dies erzählte, maß ihr Freund immer wieder seinen Blutdruck, weil er mich übertrumpfen wollte.
Das gelang ihm auch, trotzdem mache ich mir keine Sorgen um meinen, weil ich auf dem Geburtstag eines Bekannten war, der Neurochirurg ist und meinte, pah, 145, das sei gar nichts, auf seinem Tisch lag schon einer mit 210 und dann mal ein anderer mit einem oberen Wert von sage und schreibe 340! Warum der da lag habe ich dann nicht mehr gefragt.
Meine geliebte R. schickte eine Ponykarte, dass sie mich beneidet um das Münchner Essen, denn sogar ihr schwedischer Freund träume inzwischen fast ausschließlich von bayerischen Produkten wie Weißwurst. Dann bat sie mich, einen Bekannten in der Cafeteria von ihr zu grüßen, der im selben Haus arbeitet. Ich sollte ihn daran erkennen, dass er lange Arme und Beine hat, die er so komisch durchbiegt. Tatsächlich erkannte ich ihn am nächsten Tag.
Letzte Woche dann noch Leipzig mit der Bilanz, dass das eine wahnsinnig schöne und supi Stadt ist, wenn das öde Nachtleben nicht wäre. Im Hostel auf einem Zimmer mit zwei Italienern und deren Stoffeselchen und einer Familientube Haargel im Bad, das wir versehentlich als Seife benutzten.
Jetzt gilt es zu erkennen, dass es mehr gibt als mittelalterliche Saiteninstrumente und Winterdecke im Sommer und schöne blonde Wimpern. Zum Beispiel Paul Simon hören und von den Alten lernen.
4 Antworten bis hierher ↓
J. // April 23, 2009 um 12:13 |
Ich bin fast beleidigt, dass dir aus München nichts im Kopf bleibt außer dieser Geschichte (die übrigens stimmt: http://www.focus.de/politik/ausland/suizidversuch_aid_104632.html (Ich glaube allerdings nicht, dass das der ist aus der Reportage, die ich gesehen habe. Es muss also 2 geben, die da runtersprangen und vom Seelöwen gerettet wurden!). Was ist mit dem vielen Essen und der Snowboarder-Party, dem gemeinsamen Sprüche-an-die-Wand anbringen, dem Stromschlag, den interessanten Übernachtungsgästen, den GNT-Abenden mit dem Jo? Ich glaub es nicht!
Hein // April 28, 2009 um 3:58 |
Ist Soeren gestoert?
spleenundideal // April 29, 2009 um 9:55 |
Was heißt da gemeinsames Sprüche-an-die-Wand? Ich war stets skeptisch, saß unbeteiligt daneben und habe meinen Blutdruck gemessen.
J. // Mai 4, 2009 um 2:45 |
Da fällt mir auf, dass du mit dem Jo, neben dem niedrigen Blutdruck auch noch die stete Skepsis gemeinsam hast. Hängt das zusammen?